Unser Kreuz hat keine Haken – Am 27. Januar setzen wir am SAG ein Zeichen gegen Rechtsextremismus, Hass und Diskriminierung

Am heutigen „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ fand am SAG eine Gedenkstunde mit anschließendem Lichtermeer statt. In der 2. Stunde versammelte sich die ganze Schulgemeinde in der großen Sporthalle, wo Herr Oldeweme, Schulleiter des SAG, die Gedenkstunde eröffnete. In Auschwitz – im heutigen Polen – wurden über eine Million Menschen, besonders Jüdinnen und Juden, von den Nationalsozialisten auf grausamste Weise ermordet. Vor 81 Jahren wurde dieses Konzentrationslager durch die sowjetischen Soldaten befreit. Herr Oldeweme machte deutlich, dass der 27. Januar nicht nur ein Gedenktag für die unzähligen Opfer sein soll, sondern gleichzeitig ein Mahntag: Nie wieder dürfe es zu solchen Verbrechen kommen. Darum müssten alle wachsam sein und auch heute dem schleichenden Gift von Ausgrenzungen und Diskriminierungen, Verachtung in der Sprache, Hass und Gewalt entgegenwirken.
Zwei Schülerinnen aus der Stufe 10 und Q1 berichteten von konkreten Beispielen. Anlässlich des Gedenktages an die Reichspogromnacht hatte am 20. November 2025 Herr Dzieran von der Bonner Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus, der dort das Projekt „Stolpersteine“ betreut, den Klassen 10b und 10c über die Entstehung und Bedeutung dieser besonderen Gedenksteine berichtet. Der Geschichtskurs der Q1 hatte Anfang Dezember 2025 einen Vormittag lang verschiedene Stolpersteine in Beuel gereinigt. Die Schülerinnen der SV verdeutlichten anhand verschiedener Plakate ihre Haltung gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Frau Römer und Frau Schäfer aus dem Schulpastoralteam trugen die zehn Thesen der katholischen Kirche gegen Rechtsextremismus vor und es war klar: Die frohe Botschaft Jesu von Liebe und Menschenwürde ist der beste Gegenentwurf zum Rechtsextremismus.
Das SAG-Streichorchester rahmte die Beiträge mit verschiedenen Stücken würdig ein.
Die Gedenkstunde endete mit einer Lichterprozession: Unter dem großen Banner mit der Aufschrift „Unser Kreuz hat keine Haken“, das in einer Gemeinschaftsproduktion von Schülerinnen der Klassen 7, 11 und 12 im letzten Schuljahr entstanden ist, leuchteten über 800 Kerzen. Auf dem Schulhof wurde abschließend eine Schweigeminute gehalten. Es war wichtig und gut, dass wir uns Zeit genommen haben, ein Zeichen zu setzen, dass die Verbrechen, wie sie vor 80 Jahren stattgefunden haben, nie wieder geschehen dürfen. Und dieses „Nie wieder!“ beginnt jetzt.

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