Für das herausragende Engagement in den Fachbereichen Mathematik, Biologie, Chemie, Physik und Technik (MINT) ist unsere Schule am 10. November 2014 erstmalig offiziell von Peter Schrimpf (stellvertr. Vorstandvorsitzender RAG Aktiengesellschaft) und Thomas Sattelberger (MINT Zukunft schaffen) als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet worden.

Im Dezember 2017 wurde das SAG unter Anwesenheit der Schulministerin in Düsseldorf „nach dreijähriger erfolgreicher MINT-Profilbildung erneut mit dem Signet »MINT-freundliche Schule« geehrt“.

Im August 2020 erhielten wir zum dritten Mal das Signet „MINT-freundliche Schule“. Harald Fisch, Geschäftsführer des Vereins MINT Zukunft e. V., hebt in seinem Gratulationsschreiben hervor: „Sie können den Titel mit großem Stolz tragen, da — obwohl in Zeiten von Corona vieles anders war — wir von unserem Qualitätsansatz nichts vereinfacht oder verwässert haben.“

Die Initiative „MINT Zukunft schaffen“ unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel bietet den MINT-freundlichen Schulen seit vielen Jahren eine gemeinsame Plattform, um Veränderungen in der MINT-Wahrnehmung in der breiten Öffentlichkeit zu bewirken. Junge Menschen sollen nachhaltig für MINT  begeistert werden und damit wird politischen Forderungen entscheidenden Nachdruck verliehen.

Unser MINT-Angebot umfasst Bereiche der Unterrichtsgestaltung bis hin zur Freizeitgestaltung. Dabei berücksichtigen wir, dass Mädchen häufig einen anderen Zugang zu den MINT-Fächern haben als Jungen. So wird beispielsweise Wert gelegt auf eine Kontextuierung von Unterrichtsthemen, also auf die Herstellung lebensweltlicher Bezüge. Ebenso können stärker anwendungsbezogene Zugriffe auf Themen und Inhalte unternommen werden oder besondere Interessen von Mädchen, beispielsweise für Musik oder Architektur, genutzt werden, um Zurückhaltungen gegenüber den Naturwissenschaften abzubauen. Spezifische Stärken von Mädchen können im MINT-Bereich besonders gefordert und gefördert werden, beispielsweise die Gewissenhaftigkeit und Genauigkeit beim Messen und Protokollieren und ebenso ihre Kreativität. Im Rahmen unserer Schule ist es uns möglich auch spezielle Themen für Mädchen in einem geeigneten und geschützten Rahmen anbieten zu können. Auch die zunehmende Bedeutung der MINT-Wissenschaften bei der Bewahrung der Schöpfung wird in den einzelnen Fächern in den Blick genommen und zeigt den Stellenwert dieses Fachbereichs für unsere Zukunft.

Einen weiteren besonderen Zugang zu den Naturwissenschaften bietet unser Fächerkanon im Wahlpflichtbereich ab Klasse 9. Hier haben wir ein eigenes, motivierendes und speziell auf Mädchen ausgerichtetes Konzept entwickelt. Zusätzlich zu dem üblichen Unterricht in Mathematik, Physik, Chemie und Biologie können die Schülerinnen die Fächer Biochemie, Ernährungslehre oder Technik-JIA belegen. In unserem MINT Bereich können wir hier anwendungsorientiert mit den Schülerinnen naturwissenschaftliche Zusammenhänge und Phänomene entdecken, die dem Interessensbereich der Mädchen voll entsprechen.

Mit unserem Konzept öffnen wir unsere Schule und zeigen alltagsnahe Bezüge auf: einerseits führen wir Exkursionen zu naturwissenschaftlichen Zielen durch (u. a. Museen, Ausstellungen, Betriebe, Hochschulen etc.), andererseits laden wir uns Experten ins Haus (z. B. Hochschullehrer, Studenten, Eltern etc.), die unsere Schülerinnen über ihre Erfahrungen informieren. Für den Fachbereich Technik hat uns darüber hinaus die Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutsche Telekom die Einrichtung einer Technik-Junior-Ingenieur-Akademie ermöglicht.

Ein besonderes Projekt im Wahlpflichtbereich ist das fächerübergreifende Projekt „Klimaforum“. Hier arbeiten die vier naturwissenschaftlichen Wahlpflichtbereiche zusammen und jedes Fach trägt aus seiner Perspektive Argumente und Fachinhalte zur aktuellen Klimadiskussion bei. In einer Schüler-Messe werden die erarbeiteten Ergebnisse gemeinsam ausgetauscht und diskutiert.

Als MINT-freundliche Schule bedenken wir auch den Umgang mit digitalen Medien. Durch die selbstverständliche Nutzung neuer Medien während des Unterrichts (Ausstattung, Software) lernen und lehren wir in einer durch digitale Medien geprägten Welt. Der Mathematikunterricht z. B. leistet durch die Nutzung von Tabellenkalkulationsprogrammen und mathematikspezifischer Software einen Beitrag zur informatorischen Grundbildung. Die kritische Hinterfragung der Nutzung neuer Medien ist ebenso Lehrinhalt in vielen Fächern, wie auch die gemeinsame Besprechung und Anwendung von Software. Speziell an unserer Schule haben wir unser Medienkonzept erweitert durch unseren „Basislehrgang Medien“. In diesem erlernen die Schülerinnen in verschiedenen Jahrgängen altersgerechte Zugänge zu den verschiedenen Medien, denn es reicht unserer Meinung nach nicht Informatik nur in Klasse 6 und 7 zu unterrichten. Durch den Basislehrgang werden Präsentationstechniken wie PowerPoint, der Umgang mit Word und die richtige Internetrecherche vermittelt. Der Basislehrgang ermöglicht den Schülerinnen von der Unter- bis Oberstufe die neuen Medien für ihre Aufgaben von Referaten bis Facharbeiten immer besser nutzen zu können. Dabei gehört auch die Rhetorik mit zum Basislehrgang.

Zusätzlich zum Fach „Informatik I“ in Klasse 6 bieten wir in Klasse 7 das Fach „Informatik II“ an. In diesen naturwissenschaftlichen Fächern erlernen die Schülerinnen Grundlagen im Umgang mit dem Computer und zudem werden Roboter programmiert. Außerdem werden Apps, die für den naturwissenschaftlichen Unterricht genutzt werden könnten, getestet und untersucht. Hörspiele und Erklärvideos sollen als eine weitere Präsentationsmöglichkeit kennengelernt werden.

Im Hinblick auf das Thema „Individuelle Förderung“ ist es uns besonders wichtig, mit unseren MINT-Angeboten nicht nur die leistungsstärkeren Kinder anzusprechen, sondern auch die schwächeren Schülerinnen zu aktivieren und so zu unterstützen. Sowohl in den Leistungs- als auch in den Grundkursen besteht die Möglichkeit, eine Facharbeit mit MINT-Schwerpunkt anzufertigen und auch im Abitur kann in diesem Bereich eine besondere Lernleistung erzielt werden.

Überzeugt hat auch, dass wir über den Unterricht hinaus unsere Schülerinnen zur Teilnahme an diversen MINT-Wettbewerben motivieren können und sie dabei unterstützen: z. B. Chemie entdecken, Jugend forscht – Schüler experimentieren, Känguru der Mathematik, Mathematik-Olympiade und viele kleinere Wettbewerbe.

Ebenso ist es uns selbstverständlich die Teilnahme unserer Schülerinnen am Girls‘ Day zu unterstützen, für den sie vom Unterricht beurlaubt werden, damit sie auch die Berufe kennen lernen können, die häufig noch als Männer-Domäne angesehen werden.
Dies gilt ebenso für die weitere Berufsorientierung. Für das Betriebspraktikum der Stufe 9 unterstützen wir unsere Schülerinnen bei der Suche nach Plätzen im naturwissenschaftlich-technischen Berufsbereich. Bei der Berufsorientierung für Oberstufenschülerinnen legen wir zudem Wert darauf, auch externe MINT-Expertinnen und -Experten oder Unternehmensvertreter/innen aus entsprechenden Berufsfeldern einzuladen.

Die gute Zusammenarbeit mit der naheliegenden Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Universität Bonn trägt dazu bei, dass wir immer wieder die Möglichkeit erhalten unsere Schülerinnen schon einmal in die Welt des Studierens schnuppern lassen zu können.

Haben Sie Vorschläge für externe Lernorte oder Rückfragen zum MINT-Angebot unserer Schule, schreiben Sie uns unter
mint [at] mail [dot] sag-bonn [dot] de