Schulentwicklung

Schulentwicklung am Sankt-Adelheid-Gymnasium 

Zusammen tüfteln für ein zeitgemäßes Lernen am SAG – ab dem Schuljahr 2025/2026 eine zentrale Aufgabe der neu eingerichteten Schulentwicklungskonferenz

Schulentwicklung ist ein zentraler Baustein, um das Sankt-Adelheid-Gymnasium im Sinne unseres Leitbildes weiterzuentwickeln – und vor allem, um es als freudvollen, schönen Arbeits- und Lernort für Schülerinnen und Lehrende zu erhalten und zu gestalten.
Eine Schule, die Bildung um des Menschen willen macht, steht immer wieder vor neuen Fragen: Was hilft den uns anvertrauten Menschen beim Lernen? Wie können wir Unterricht und Leistungsformate gestalten, die zeitgemäß und klug angelegt sind? Wie gehen wir mit den Chancen und Herausforderungen um, die das Lernen in einer Kultur der Digitalität mit sich bringt? Und: Sind Fehler immer ein Malus – oder auch eine Chance, zu lernen?
Solche Fragen lassen sich nicht ad hoc planen, besprechen oder steuern. Dafür braucht es gute Strukturen. In diesem Schuljahr haben wir deshalb zum ersten Mal neue Strukturen zur Schulentwicklung eingeführt – mit dem Ziel, Transparenz und breite Beteiligung mit effizienten Arbeitsabläufen zu verbinden.

Erste Schulentwicklungskonferenz: Wo stehen wir – und wo wollen wir hin?

Am 18. März 2026 trafen sich rund 30 Menschen im Theatersaal zur ersten Schulentwicklungskonferenz: Eltern, Schülerinnen und Lehrpersonen kamen zusammen, um gemeinsam über die Zukunft unserer Schule nachzudenken. Vertreten waren Elternpflegschaft, SV, die Fachschaften, das Schulpastoral- sowie das Schulleitungsteam, dazu die Mitglieder der Schulkonferenz und der bisherigen Schulentwicklungsgruppe.
Im Zentrum standen zwei grundlegende Fragen: Wo stehen wir als Schule? Und wo wollen wir hin? Denn, wie es in der Forschung treffend heißt: „Wer sich weiterentwickeln möchte, sollte wissen, wo er oder sie steht“ (Rakoczy & Schütze, 2019).
Zu Beginn stellte die Steuergruppe die Ergebnisse einer fundierten Ist-Stand-Analyse vor, basierend auf schulischen Dokumenten und zahlreichen Interviews mit Verantwortlichen aus den verschiedenen Bereichen. Die Bestandsaufnahme zeigte: In vielen Bereichen ist bereits viel in Bewegung – beispielhaft seien der SAG-Medienpass, das Resilienzförderprogramm für unsere Schülerinnen, die Einführung von Tabletklassen sowie die intensive und ertragreiche Arbeit des Schulpastoralteams genannt. Gleichzeitig wurde deutlich: An mancher Stelle gibt es noch Entwicklungspotenzial. Kurz gesagt – vieles läuft gut, und es gibt noch einiges zu tun.

Zweite Schulentwicklungskonferenz: Von der Idee zur Priorität

Fünf Stunden Debatte, Diskussion und intensive Vorbereitung von Vorträgen – am 22. April 2026 fand im Theatersaal die zweite Sitzung statt. Ziel war es, dass sich Gruppen der in der ersten Sitzung benannten Themen annehmen, sie inhaltlich schärfen und für sie werben. Am Ende sollte eine Priorisierung stehen: Mit welcher Themensetzung wollen wir weiterarbeiten?
Die abschließende Priorisierung ergab ein klares Ergebnis: Im kommenden Entwicklungsprozess wollen wir uns mit „Alternativen Prüfungsformaten“ auseinandersetzen. Geöffnetes, projektorientiertes Lernen (laufendes Ziel) und alternative Formate passen wunderbar zusammen; wer Lernwege öffnet, kann das ggf. auch im Prüfungsformat reflektieren.

Dritte Schulentwicklungskonferenz: Vom Thema zum smarten Projektfahrplan

In einer dritten Sitzung am 19. Mai 2026 wurde die zunächst noch offene Themensetzung dann „smart“ als Ziel formuliert und als Projektplan aufgestellt. In dieser letzten Sitzung wurde klar definiert, was wir unter dem Thema verstehen, was wir konkret umsetzen wollen und wann das Ziel messbar als erreicht gilt. Klingt anstrengend – ist es auch. Aber sehr wertvoll für die weitere Steuerung des Prozesses.

Neue Strukturen für nachhaltige Entwicklung

Die neu installierte Steuergruppe hat die Möglichkeit, diesen Prozess klar zu steuern. Doch nicht nur dieser neue Prozess steht im Fokus: Alle von der Schulkonferenz verabschiedeten Schulentwicklungsprozesse werden von dieser Gruppe regelmäßig im Rahmen eines Monitorings überprüft – Wo stehen wir? Was fehlt noch zur Umsetzung? Sind allen Beteiligten die Ziele klar? Ist die Umsetzung dauerhaft verantwortet? Damit haben wir erfolgreich neue Strukturen geschaffen – Strukturen, die es uns erlauben, Neues auf den Weg zu bringen, Bewährtes zu erhalten und die Ressourcen unserer Schule mit Bedacht einzusetzen. Und auch in diesen Prozess der Neustrukturierung sind viele Ressourcen, Zeit, Energie und Engagement geflossen. Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich die Zeit genommen haben, gemeinsam über den Tellerrand hinauszudenken und unsere Schule aktiv mitzugestalten.

Text: M. Germann

 

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