Der Deutschunterricht am Sankt-Adelheid-Gymnasium basiert auf einer christlichen Wertorientierung und reflektiert diese in verschiedenen Facetten in den Unterrichtsreihen. Dabei wird angestrebt, die Schülerinnen bei der Entfaltung ihrer Persönlichkeit in sozialer Verantwortung zu unterstützen. Die Deutschlehrerinnen und -lehrer begleiten und helfen dabei den Schülerinnen auf ihrem Weg zu mündigen und selbstständigen Bürgerinnen. Im Wissen darum, dass jede Schülerin individuelle Stärken und Potentiale hat, werden die Unterrichtsreihen so konzipiert, dass die individuellen Begabungen und Fähigkeiten der Schülerinnen entdeckt, entfaltet, gefördert und gefordert werden können.

An unserer Schule gehen wir gezielt auf die Förderung von Mädchen und jungen Frauen ein. Im Deutschunterricht ermöglichen dies auf die Problemwelt von Mädchen zugeschnittene, problemorientierte Unterrichtsreihen und entsprechende didaktisch-methodische Entscheidungen. Der Unterricht im Fach Deutsch profitiert von einem grundsätzlich breit vorhandenen Interesse der Mädchen an Sprache und Literatur. Gerade im Bereich kreativer und produktionsorientierter Auseinandersetzung mit Texten können die Mädchen ihre Stärken einsetzen – von Lesetagebüchern in der Unter- und Mittelstufe bis hin zu beeindruckenden Aufführungen der Literaturkurse der Oberstufe.

Der Umgang mit Texten steht im Zentrum des Unterrichts. Aber auch die Reflexion über Sprache ist integrativer Bestandteil und nimmt eine wichtige Stellung ein. Lesen, Schreiben, Sprechen und Zuhören stellen Schlüsselkompetenzen dar, deren Förderung im Fokus des Unterrichts stehen. Im Sinne eines rezeptionsästhetischen Ansatzes und zur Sinnstiftung setzt die Auseinandersetzung mit Literatur an der Lebenswelt und den Erfahrungen der Schülerinnen an und nimmt diese ernst.

An die Zielsetzungen des Deutschunterrichts schließen sich außerunterrichtliche Aktivitäten an, die aus dem Unterricht erwachsen und in ihn zurückführen.

So wird bereits in Klasse 5 den Schülerinnen eine Lesenacht angeboten, bei der sie ihre Lieblingsbücher vorstellen und Lieblingsbücher anderer Schülerinnen kennenlernen. Die Buchvorstellungen knüpfen dabei unmittelbar an den Unterricht an, in dem die Schülerinnen die entsprechenden Verfahren erlernen. Unser besonderes Anliegen dabei ist es, Freude am Lesen zu wecken, die Lesekompetenz der Schülerinnen zu stärken und gleichzeitig an die Interessen der Mädchen anzuknüpfen.

Für den jährlich durchgeführten Vorlesewettbewerb für die 6. Klassen (veranstaltet vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels) küren die Klassen Mitschülerinnen für den Wettstreit im Theatersaal, bei dem die besten Vorleserinnen der Jahrgangsstufe geehrt werden. Die Siegerin vertritt zudem unsere Schule beim Stadtentscheid.

Im zweiten Halbjahr der Klasse 5 sowie im ersten Halbjahr der Klasse 6 bieten wir eine „Werkstatt Lesen und Schreiben“ für diejenigen Mädchen an, die sich in diesen Bereichen, insbesondere auch im Bereich der Rechtschreibung, noch verbessern müssen. Ebenfalls in der Erprobungsstufe erlernen die Schülerinnen bei einer Einführung in unsere Schulbibliothek den Umgang mit den verschiedenen in der Bibliothek angebotenen Medien.

Die Schulbibliothek bietet darüber hinaus fachkundige Hilfe z. B. bei der Recherche für Unterrichtsprojekte oder Facharbeiten und ist mit Computern, Nachschlagewerken und Fachliteratur ausgestattet. Dadurch eignet sie sich auch als Oberstufenarbeitsraum und Selbstlernzentrum. In Zusammenarbeit mit der Fachgruppe Deutsch bietet das Bibliotheksteam alljährliche Autorenlesungen an, auf die die Schülerinnen im Deutschunterricht vorbereitet werden: Häufig werden hier vorgestellte Jugendbücher zur Klassenlektüre.

In jeder Jahrgangsstufe 8 nutzen wir das Angebot des Bonner General-Anzeigers, ein mehrwöchiges Zeitungsprojekt durchzuführen, bei dem die Schülerinnen nicht nur über einen längeren Zeitraum im Unterricht mit der Zeitung arbeiten, sondern auch Redaktion und Druckerei eines regionalen Zeitungsbetriebs kennenlernen.

In allen Jahrgangsstufen informiert die Theatergemeinde Bonn über ihr jeweiliges Theaterabo, welches jedes Jahr auf eine breite Nachfrage stößt.  Hinzu kommen Sammelbestellungen für Theater- und/oder Opernaufführungen.

Kreativer und produktionsorientierter Umgang mit Literatur wird unseren Schülerinnen in den Literaturkursen der Jahrgangsstufe 11 vermittelt (s. o.), die in der Regel ihren Höhepunkt in einer Theateraufführung finden.

Eine drei- bis viertägige Fahrt nach Weimar rundet das fachspezifische Angebot in der Oberstufe ab. Unter anderem besuchen die Schülerinnen hier das Goethe- und Schillerhaus und haben die Möglichkeit, eine Aufführung im Nationaltheater in Weimar zu sehen.