Erzbischöfliches Gymnasium für Mädchen mit bilingualem Zweig in Englisch
Gesundheitsökologie / Ernährungslehre
Das Fach Gesundheitsökologie im Wahlpflichtbereich der Klassen 9-10 der Sekundarstufe I gehört zum naturwissenschaftlich-technischen Aufgabenfeld und zeigt inhaltliche Bezüge zu Biologie und Chemie. In Abgrenzung zu anderen naturwissenschaftlichen Fächern stellt die Gesundheitsökologie den Menschen in den Mittelpunkt ihrer Unterrichtsinhalte.
Die Grundlage für ein gesundes Leben wird in der Kindheit gelegt. Unsere Gesellschaft muss deshalb gerade Kinder dabei unterstützen, Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen. Durch die Vielschichtigkeit der Fragestellungen nach der gesunden Lebensweise können psychologische und psychosoziale Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Krankheit in den Blick genommen werden. Dabei werden den Schülerinnen systematisch die Kompetenzen rund um den Körper, seine Funktionen, die Auswirkungen der Ernährung und Bewegung vermittelt. Es will die Schülerinnen die Kompetenzen vermitteln, die sie handlungsfähig machen in einer verantwortungsvollen und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Lebensweise des einzelnen Menschen im Beziehungsgefüge Gesundheit, Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik.
Im Mittelpunkt des Gesundheitsunterrichts steht dabei der Erwerb der naturwissenschaftlichen Grundkompetenzen sowie einer interdisziplinären Sichtweise bei der Frage von Gesundheitsproblemen (ökologisch, politisch, wirtschaftlich…). Im Rahmen dieses naturwissenschaftlichen Arbeitens sollen die Schülerinnen so zu einem differenzierten Erfassen, Durchdenken und Lösen von Problemen befähigt werden, ebenso wie zum Wahrnehmen, zum Verstehen und zum Akzeptieren des eigenen Körpers und seiner Stoffwechselprozesse. Damit wird ihr Selbstwertgefühl, ihr Verantwortungsbewusstsein für sich und für andere Mitmenschen gestärkt und somit ein Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen geleistet.
Neben dem Fachraum im naturwissenschaftlichen Gebäudeteil verfügt die Schule über eine Schulküche, in der in Kleingruppen fachpraktische Übungen durchgeführt werden. In der praktischen Nahrungszubereitung steht dabei der verantwortungsbewusste Umgang mit Essen und Trinken im Fokus. Die Umsetzung theoretischer Kenntnisse und Erfahrungen impliziert in besonderem Maße die Erhaltung und Förderung der Gesundheit, Leistungsfähigkeit und -freude der Schülerinnen. Die Erfahrung der eigenen Handlungskompetenz fördert insbesondere die Teamfähigkeit und das soziale Umgehen der Schülerinnen untereinander.
Das Fach Ernährungslehre wird ab dem Schuljahr 2026/2027 neu in der gymnasialen Oberstufe angeboten und erweitert das naturwissenschaftlich-technische Fächerangebot der Schule. Es knüpft in besonderer Weise an die Inhalte der Gesundheitsökologie an und stellt die Bedeutung der Ernährung für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden in den Mittelpunkt.
Die Schülerinnen erwerben grundlegende Kenntnisse über den Energie- und Nährstoffbedarf, die Funktionen der Nährstoffe sowie über Verdauung und Stoffwechsel. Darüber hinaus werden die Bedeutung einer bedarfsgerechten Ernährung, Ernährung in unterschiedlichen Lebensphasen und Lebenssituationen sowie ernährungsbedingte Erkrankungen betrachtet. Dabei werden naturwissenschaftliche Grundlagen mit lebensnahen und alltagsrelevanten Fragestellungen verbunden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Auseinandersetzung mit dem eigenen Ernährungsverhalten. Die Schülerinnen lernen, Informationen über Ernährung und Lebensmittel kritisch zu bewerten und daraus verantwortungsbewusste Entscheidungen für die eigene Gesundheit und den Alltag abzuleiten. Auch ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte der Ernährung werden berücksichtigt. Im Sinne des christlichen Verständnisses von der Bewahrung der Schöpfung wird dabei auch die Verantwortung des Menschen für einen nachhaltigen und achtsamen Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen thematisiert.
Die vorhandene Schulküche ermöglicht es, theoretische Kenntnisse praktisch anzuwenden und einen verantwortungsbewussten Umgang mit Lebensmitteln zu erfahren. Auf diese Weise verbindet das Fach naturwissenschaftliches Arbeiten mit praktischer Handlungskompetenz und leistet einen Beitrag zur Gesundheits-, Verbraucher- und Nachhaltigkeitsbildung.














