Im Sinne des Bildungsauftrags des Gymnasiums bietet der Sportunterricht den Schülerinnen einen Lebens- und Erfahrungsraum mit vielfältigen Möglichkeiten und leistet hierdurch einen besonderen Beitrag zur Entwicklung und Förderung der Schülerinnen im Sinne einer ganzheitlichen Bildung.

Im Sportunterricht bilden Bewegungsbereiche kombiniert mit unterschiedlichen pädagogischen Perspektiven den Kontext, in dem Sporttreiben geschieht. Dabei ist entscheidend, dass die Schülerinnen Bewegung in den unterschiedlichsten Formen erleben (z. B. Leisten, Kooperieren, Gestalten, Trainieren etc.) und dabei Zusammenhänge und Sachverhalte begreifen. Wissen über Abläufe, die das eigene Sporttreiben betreffen, muss erarbeitet und gelernt werden, ebenso wie Raum und Zeit für motorische Erfahrungen und Leistungen gegeben sein müssen.

Dabei ist entscheidend, dass Sport als Unterrichtsfach am Gymnasium weder zur reinen Trainingseinheit (kann zeitlich ohnehin nicht geleistet werden, also Sportunterricht statt Freizeitsport) werden darf, noch als soziale Lernwerkstatt für andere Fächer reduziert werden darf. Der Vergleich zu den Fächern Musik und Kunst darf hier herangezogen werden, die ja auch um ihrer Inhalte selbst als wichtiger Bestandteil der Bildung gewertet werden dürfen.

Der Sportunterricht wird in allen Klassen ungekürzt angeboten (Sekundarstufe I, Klassen 5-9: insgesamt 15 Jahreswochenstunden) und entspricht somit vollständig den Vorgaben des Landes NRW. Gerade in den Jahrgangsstufen 5 und 6 dienen die jeweils 4 Wochenstunden Sport dazu, die Bewegungsfreude der Schülerinnen in der bewegungsärmer werdenden Umwelt aufzugreifen und lebenslang zu erhalten. Zusammen mit den musischen Fächern Kunst und Musik (zusammen auch 4 Wochenstunden) werden so in der Erprobungsstufe für uns notwendige Impulse für eine ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung gegeben.