Ostergruß des Schulleiters

Liebe Schülerinnen, liebe Eltern und Erziehungsberechtigte, liebe Kolleginnen und Kollegen, ich hoffe sehr, dass ihr und Sie die vergangene erste Ferienwoche bei schönem Wetter schon etwas genießen konntet bzw. konnten. Auch ich konnte wunderschöne Sonnenuntergänge am Rhein erleben und habe gespürt, wie wichtig es ist, gerade in dieser Zeit die schönen, scheinbar alltäglichen Momente des Lebens, als Geschenk zu erleben. Dabei habe ich – natürlich neben vielen anderen Gedanken – auch die letzten Schulwochen am SAG vor den Osterferien Revue passieren lassen und mich über viel Gelungenes gefreut.

Die Schülerinnenvertretung (SV) holte sich während eines zweitägigen Webseminars neue Impulse für ihre Arbeit, um sich dann anschließend über den von unserem neuen Hausmeister frisch gestrichenen SV-Raum freuen zu können.

Die Zirkus-AG hat auf digitalem Weg wieder Fahrt aufgenommen und erprobt nun wöchentlich neue Kunststücke.

Der digitale Elternvortrag von Juliane Funke, systemische Familientherapeutin in Sankt Augustin, zum Thema „Rückenwind in Corona-Zeiten“ wurde von den Eltern gut besucht und hat mir noch einmal gezeigt, wie wichtig es ist, in dieser lang anhaltenden Krise immer wieder Druck aus allen Bereichen der Schule herauszunehmen, auch wenn es angesichts der von uns geforderten Lernfortschritte und Beurteilungen nicht immer ganz einfach ist.

Zu erwähnen sei auch, dass in den vergangenen Wochen viele Gremien digital getagt haben, so z. B. die Schulentwicklungsgruppe mit Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Eltern, um die Zielsetzungen des SAG ab dem kommenden Schuljahr festzuzurren, die Digital-Steuergruppe der Lehrerkräfte, um das digitale Lernen am SAG weiter voranzubringen, die Fachschaften, um die schulinternen Lehrpläne nach G9 fertigzustellen, der Förderverein, der Bibliotheksverein und viele kleine Arbeitskreise mehr.

Die Abiturientinnen haben in der letzten Schulwoche fantasievoll und fröhlich das Ende ihres Schulalltags am SAG „gefeiert“. Es war schön zu erleben, dass Schule in dieser Zeit auch Fröhlichkeit und Ausgelassenheit bedeuten kann.

Neben dem Feiern stand in der letzten Woche aber auch der für alle Beteiligten durchaus herausfordernde, erste umfassende Selbsttest am SAG auf dem Plan. Herr Campe hat gemeinsam mit unseren Sekretärinnen die Selbsttestung unserer Schülerinnen durchdacht, geplant und vorbereitet. Hier gilt unser Dank insbesondere unseren Sekretärinnen, die neben ihrer sonstigen Arbeit diese Aufgabe zusätzlich mit viel Übersicht und Sorgfalt erledigt haben. Die Pflegschaftsvorsitzenden haben den Elterndank mit zwei wunderschönen Blumensträußen (und leckeren Pralines für die Schulleitungen) zum Ausdruck gebracht!

Sicher werden unsere Sekretärinnen sich genauso wie ich darüber gefreut haben, dass unser Hausmeister – unter anderem auch an seinem freien Samstag – das Sekretariat mit neuer Wandfarbe aufgefrischt hat, sodass es nun – passend zum Frühling (und zu unseren Sekretärinnen) – in frischem Glanz erstrahlt.

Beim Gang durch das Schulgebäude während der ersten Ferientage hatte ich endlich mal die Zeit, in Ruhe die neuen Kunst-Ausstellungen anzuschauen. Die Kreativität, der Witz, aber auch die politisch-gesellschaftskritischen Aspekte zeigen die Vielfalt unserer Schule.

Und ganz nebenbei wurde noch der Anschluss für unser Glasfasernetz fertig gestellt, sodass wir in wenigen Wochen ein noch schnelleres Internet in der Schule haben werden. Auch hier zeigt sich wieder, dass die Schulabteilung in Köln alles daran setzt, die Digitalisierung an den Erzbischöflichen Schulen voranzubringen.

A propos „voranbringen“: Am letzten Schultag vor den Ferien trafen sich Schulleitung und Klassen-/Kurspflegschaften zu einem digitalen Austausch über das neue Format „Wechselunterricht“ am SAG. Auch hier konnte ich den Geist des kritisch-konstruktiven Miteinanders spüren, mit dem einen Ziel vor Augen: die Krise gemeinsam zu bestehen.

Vielleicht ergeht es euch und Ihnen beim Lesen wie mir beim Schreiben:

Neben aller Trauer, aller Enttäuschung, Wut und Müdigkeit in dieser Corona-Krise spüre ich immer wieder die österliche Hoffnung, die wir jedoch nur erleben können, wenn wir uns öffnen und für sie bereit sind. Christus spricht zu uns: „Ich bin erstanden und bin immer bei dir!“ Das durften die Jünger und die Frauen am Grab damals erfahren, und diese Zusage gilt auch uns heute. Christus, der Auferstandene, schickt uns seinen Geist und zeigt sich uns. Er kommt in unsere Mitte, damals zu den Jüngern in der Verzweiflung nach dem Karfreitag und heute zu uns in der Corona-Krise. Er sehnt sich danach, unser Herz mit Freude zu erfüllen. Er möchte uns – als Auferstandener – begegnen – von Herz zu Herz.

Ich wünsche euch, liebe Schülerinnen und Ihnen, liebe Eltern und liebes Kollegium, besonders in diesen Tagen Momente der Herzensfreude.

Alles Liebe und ein gesegnetes Osterfest – auch im Namen von Herrn Campe.

Euer/Ihr
Christoph Oldeweme
Schulleiter am SAG