Mit großem Engagement und viel Tatkraft haben die 15 Schülerinnen des Umweltkurses der Stufe 9 ein beeindruckendes Zeichen für Nachhaltigkeit gesetzt: Innerhalb von zwei Projekttagen entstanden auf dem Schulgelände sieben neue Gemüsebeete. 160 laufende Meter einheimisches Lärchenholz + 12m³ Erde = 7 Beete – das war die Challenge, der sich die Mädchen kurz vor den Osterferien gestellt haben. Sie hatten sich einen Schulgarten gewünscht, um zu lernen, wie man Gemüse, Salate und Früchte selbst nachhaltig und umweltfreundlich anbauen kann. Am Ende wurde es fast ein gesamtschulisches Projekt. Schulleitung, Förderverein, Hausmeister, manche Eltern und auch weitere Schülerinnen unterstützten die engagierten Gärtnerinnen dabei, alle 7 Beete in kurzer Zeit und rechtzeitig vor der nächsten Regenfront fertigzustellen.
Aber auch danach bleibt es spannend. Wie wächst das Gemüse? Wie mit Schnecken, Mäusen und fehlendem Regen umgehen? Wie können wir z. B. mit Blühstreifen und Totholzhaufen nicht nur zur Förderung der Artenvielfalt beitragen, sondern auch Nützlinge im Gemüsegarten fördern? So wird die Beziehung von Ernährung und Umwelt unmittelbar erlebbar. Und die Vorfreude auf die erste Ernte ist bereits groß. Spätestens zum Erntedankfest sollen die Früchte der gemeinsamen Arbeit sichtbar und schmeckbar werden – ein lebendiges Zeichen dafür, was durch Zusammenhalt, Verantwortungsbewusstsein und Freude an der Schöpfung entstehen kann.
Das Sankt-Adelheid-Gymnasium hat sich mit diesem Projekt auf den Weg gemacht, die Schöpfungsverantwortung weiter im Schulalltag zu verankern. Weitere Schritte in Anlehnung an den Nachhaltigkeitsplan des Erzbistums Köln werden folgen. Aber was die Schülerinnen des Umweltkurses angeht, könnte das Erntedankfest in diesem Jahr eine ganz neue Bedeutung für sie bekommen. Ihre Erfahrungen können die Schülerinnen dann im nächsten Jahr an den nächsten Umweltkurs der Stufe 9 weitergeben, der die Beete übernehmen und sein Gärtnerglück versuchen wird.
Wir bedanken uns sehr herzlich bei dem Sägewerk Schmitz aus Wachtberg für die kurzfristige und pünktliche Lieferung des Holzes sowie bei der Kompostieranlage Wachtberg, die Kompost und Pflanzerde umsonst bereitgestellt haben und uns mit Rat und Tat zur Seite standen. Beide Unternehmen haben erheblich dazu beigetragen, dass das Projekt so umgesetzt werden konnte.
Wir sind sehr gespannt und freuen uns riesig auf die weitere Entwicklung unseres neuen Schulgartens am SAG!
Text: N. Kemper, Fotos: N. Kemper und A. Engels
Erzbischöfliches Gymnasium für Mädchen mit bilingualem Zweig in Englisch














