Das Fach Ernährungslehre im Wahlpflichtbereich der Sekundarstufe I gehört zum naturwissenschaftlich-technischen Aufgabenfeld III; inhaltliche Bezüge zu Biologie und Chemie sind selbstverständlich. In Abgrenzung zu anderen naturwissenschaftlichen Fächern stellt die Ernährungslehre den Menschen in den Mittelpunkt ihrer Unterrichtsinhalte.

Durch die Vielschichtigkeit der Fragestellungen in der Ernährung, durch die zunehmende Anzahl ernährungsbedingter Erkrankungen und die Forderung nach einer nachhaltigen Ernährung hat das Fach Ernährungslehre entscheidend an Bedeutung gewonnen. Es will die Schülerinnen systematisch die Kompetenzen vermitteln, die sie handlungsfähig machen in einer verantwortungsvollen und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Ernährung des einzelnen Menschen im Beziehungsgefüge Gesundheit, Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik.

Im Mittelpunkt des Ernährungslehreunterrichts steht dabei der Erwerb der naturwissenschaftlichen Grundkompetenzen sowie einer interdisziplinären Sichtweise bei der Frage von Ernährungsproblemen (ökologisch, politisch, wirtschaftlich…). Im Rahmen dieses naturwissenschaftlichen Arbeitens sollen die Schülerinnen so zu einem differenzierten Erfassen, Durchdenken und Lösen von Problemen befähigt werden, ebenso wie zum Wahrnehmen, zum Verstehen und zum Akzeptieren des eigenen Körpers und seiner Stoffwechselprozesse. Damit wird ihr Selbstwertgefühl, ihr Verantwortungsbewusstsein für sich und für andere Mitmenschen gestärkt und somit ein Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen geleistet.

Neben dem Ernährungslehrefachraum im naturwissenschaftlichen Gebäudeteil verfügt die Schule über eine Schulküche, in der in Kleingruppen fachpraktische Übungen durchgeführt werden. In der praktischen Nahrungszubereitung steht dabei der verant-wortungsbewusste Umgang mit Essen und Trinken im Fokus. Die Umsetzung theoretischer Kenntnisse und Erfahrungen impliziert in besonderem Maße die Erhaltung und Förderung der Gesundheit, Leistungsfähigkeit und -freude der Schülerinnen. Die Erfahrung der eigenen Handlungskompetenz fördert insbesondere die Teamfähigkeit und das soziale Umgehen der Schülerinnen untereinander.