Faitrade ganz konkret: Kolumbianische Expertinnen diskutieren mit Schülerinnen über die Bedeutung fairer Kaffeeproduktion

„Besonders für die Frauen ist die faire Kaffeeproduktion eine besondere Chance und bietet langfristiges Einkommen und Sicherheit“. Seit 10 Jahren leitet Sandra Palacios Martínez eine Kaffeekooperative im Süden Kolumbiens und weiß daher, wie es um die Situation der kolumbianischen Kaffeeproduzentinnen bestellt ist. Detailliert und schülernah brachte sie den Schülerinnen des Sankt-Adelheid-Gymnasiums ihre Erfahrungen zum Anbau und zur Weiterverarbeitung der Kaffeebohnen sowie Ideen über die „wirtschaftlichen Perspektiven für die Produzentinnen im Globalen Süden“ nahe, so das Thema der „Fairen Woche“, die in diesem Jahr zum 16. Mal in ganz Deutschland stattfindet.

Das Sankt-Adelheid-Gymnasium als zertifizierte Faitrade-School lädt regelmäßig Referenten zum direkten Gespräch mit Schülerinnen ein. Neben der Umsetzung der Fairtrade-Idee im Schulalltag ist den Schülerinnen des Gymnasiums in Pützchen der Austausch mit Menschen, die Produkte über den fairen Handel vermarkten, ein besonderes Anliegen. Gegenüber der Auseinandersetzung mit der Thematik im Schulalltag bietet der direkte Kontakt mit Menschen, die Teil des Systems Fairtrade sind, nochmals einen enormen Mehrwert.

So konnte das Faitrade-Team unter der Leitung von Sven Kreutzer ebenfalls Sol Maria Toro für die Diskussionsrunde gewinnen. Die Koordinatorin im Produzentennetzwerk CLAC für Kolumbien unterstützt die Produzentinnen und Produzenten in ihrer Region mit Rat und Tat in Sachen Zertifizierung, Fortbildungen und Finanzierungsmöglichkeiten. Für Sol Maria Toro steht die Stärkung der kolumbianischen Produzentinnen und die Verbesserung der Lebensumstände an erster Stelle. Fairtrade spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn „ohne die Zusammenarbeit mit Fairtrade stünde ein Großteil unserer Produzenten vor dem Aus“.

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