Das Unterrichtsfach Mathematik vermittelt einerseits grundlegende Fähigkeiten, Kompetenzen und Einsichten, die für eine Allgemeinbildung unerlässlich sind, andererseits gehören mathematische Prozesse, Formulierungen und Hilfsmittel zu den Grundlagen in zahlreichen Studienfächern, nicht nur bei den Natur- und Ingenieurwissenschaften, sondern auch in den Gesellschaftswissenschaften, in der Betriebs- und Volkswirtschaft oder auch in Erziehungswissenschaft und Medizin.

In besonderer Weise hängt in diesem Unterrichtsfach der Erfolg von erlebter Freude ab. Dabei ist auch das Selbstvertrauen ausschlaggebend für das Leistungsvermögen.
Diverse Studien haben gezeigt, dass sich für Mädchen ein monoedukativer Unterricht in Bezug auf das Selbstwertgefühl und den Abbau von Schwellenangst in den MINT-Fächern positiv auswirkt.
Das Sankt-Adelheid-Gymnasium als Mädchengymnasium kann die Vorteile eines rein monoedukativen Unterrichts nutzen und so das Selbstbewusstsein der Mädchen fördern.

Darüber hinaus trägt der Mathematikunterricht am SAG auch sonst den speziellen Bedürfnissen von Mädchen Rechnung. So wird gemeinschaftliches und selbsttätiges Lernen gefördert und der Anwendungsbezug herausgestellt, um die Bedeutung der Mathematik im alltäglichen Leben der Schülerinnen erfahrbar zu machen. Die Mädchen werden gemäß ihrer Vorkenntnisse und Bedürfnisse gefördert und so auch für die MINT-Fächer motiviert. Der Erfolg der Maßnahmen zeigt sich u. a. darin, dass es in jedem Jahrgang in der Oberstufe mindestens einen Mathematik-Leistungskurs gibt. Die Ergebnisse im Zentralabitur liegen sowohl im Grund- als auch im Leistungskurs oftmals deutlich über dem Landesdurchschnitt.

Eigenständiges Entdecken wird durch den Einsatz von Computern unterstützt. Dabei leistet der Mathematikunterricht z. B. durch die Einführung in die Tabellenkalkulation auch einen Beitrag zur informationstechnologischen Grundbildung. Die Schülerinnen erlernen darüber hinaus den Umgang mit mathematikspezifischer Software, wie zum Beispiel dynamische Geometrieprogramme (GeoGebra).
Mit Beginn der Jahrgangsstufe 10 ist zudem der Einsatz eines graphikfähigen Taschenrechners (GTR) für alle Schülerinnen verpflichtend.

Für besonders begabte Schülerinnen gibt es in der Oberstufe die Möglichkeit, im Rahmen des Programms „Fördern und Fordern“ Kurse an der Universität zu besuchen.
Für die leistungsschwächeren Schülerinnen bietet die Nachhilfebörse die Möglichkeit, innerhalb des Rahmens „Schülerinnen für Schülerinnen“ Unterstützung zu finden.
In der Jahrgangsstufe 8 sind die Lernforumsstunden als zusätzliche Forder- und Förderstunden konzipiert.

Schwierigkeiten beim Übergang in die Oberstufe durch Lücken im Mittelstufenstoff werden mithilfe von Vertiefungskursen in Mathematik aufgefangen, die im Rahmen der Einführungsphase jeweils mit einer Doppelstunde pro Woche stattfinden.

Das Sankt-Adelheid-Gymnasium nimmt jedes Schuljahr an außerschulischen Wettbewerben teil, wodurch die Schülerinnen auch über den Unterricht hinaus motiviert werden, sich mit mathematischen Problemen zu beschäftigen.
Im Herbst findet jeweils die Mathematikolympiade statt. In der Schulrunde beteiligen sich jedes Jahr etwa 150 Schülerinnen, von denen dann die besten 15-20 Schülerinnen an der Stadtrunde in Bonn teilnehmen. Dabei erringen die Schülerinnen auch regelmäßig Anerkennungen und Preise. Die Preisträgerinnen können in Mathematikwochenenden ihre Kenntnisse weiter vertiefen.

Beim internationalen Känguru-Wettbewerb im März stehen Multiple-Choice-Aufgaben im Vordergrund. Diese fördern logisches Denken und Kombinationsvermögen und unterstützen die Freude an der Beschäftigung mit Mathematik. Wir nehmen regelmäßig mit etwa 250 Schülerinnen teil und können dabei jedes Jahr sehr gute Ergebnisse verzeichnen.